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Monday, September 24th  
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Ein Modell der Alten Kirche
"Vollendet ist das grosse Werk - Der Schöpfer sieht's und freuet sich.
Auch unsre Freud' erschalle laut, Des Herren Lob sei unser Lied!"

(Zitat: Joseph Haydn, Die Schöpfung)

Nach fast einem halben Jahr täglichen Werkens wurde es noch rechtzeitig zum Patronatsfest am 25.1.2009 fertig. Ein Modell der "Alten Kirche" zu Wölf, erbaut von Albert Wiegand, konnte am Sonntag mit vorgestellt werden.
Aus richtigem Stein und selbstgemachten Tonziegeln hat sie einen schönen Platz in der "Neuen Kirche" gefunden.
Aus der Erinnerung und anhand alter Fotos und Pläne rekonstruierte Albert die Alte Kirche. "Schwierig war der Zwiebelturm, den musste ich mehrfach neu machen.", so Albert über den Turm der Damals etwas einzigartiges in der Diozöse war.
- ALTE FOTOS -
Die frühere kleinere Wehrkirche, wurde wohl als Burgkapelle der hier ansässigen und 1334 erstmals erwähnten Herren von Wölf erbaut.
Die Bauernhöfe scharten sich um die Kirche oder säumten die Straße, die nach NO den Bergsporn (Kirchberg) hinunterführt. Drunten im Tal fließt "die Wölf", zwar ein bescheidenes Bächlein, aber an Alter den Menschen, Häusern und Dorf weit überlegen (334 erstmals erwähnt). Wird die Wölf (Wilpaha) schon in der Grenzbeschreibung der Mark Soisdorf um 800 erwähnt und sie erscheint wiederum in der "Wildbahn" Grenzbeschreibung der Abtei Hersfeld aus dem Jahre 1003. Damals verlieh Kaiser Heinrich II. dem Kloster Hersfeld den "Wildbann" im Ehringswald (Eherinvirst). Die Grenze dieses Bannbezirkes verlief die taube Herfa aufwärts bis nach unserem Wölf, von da zur Eitra und zur Haun, dann über Odensachsen, Rhina und Mengshausen bis zur Mündung der Aula in die Fulda. Diese Linie stellte die Südgrenze der Abtei Hersfeld dar und wurde im Laufe der Jahrhunderte nur wenig verändert.
Der Ort hat zweifellos ein hohes Alter. Seine Entstehung dürfte in das 7. Jahrhundert fallen (so K. Lübeck).
Wulpfe unter Fürsteneck wird 1433 genannt, Wolpf 1487, Welpf 1511. Das Dorf stellte auch ein Rittergeschlecht, das zum ersten Mal 1334 erwähnt wird. Ein Heinrich von Wölf verkauft ein Gut in Rode an das Kollegialstift Hünfeld.
Die alte Kirche hat vermutlich in einer Burgkapelle dieses Rittergeschlechts ihren Ursprung. Wann die alte Kirche gebaut worden ist, kann nicht mehr festgestellt werden. Die Visitatoren von 1764 schreiben zwar "Ecclesia anti- quissima" (sehr alte Kirche), aber sie geben die Bauzeit nicht an. Den Visitatoren von 1656 war auch der Titel unbekannt: Titulus ignoratur". Die Jahreszahl 1722 über der Eingangstür wies wohl auf eine Erneuerung hin. 1757 schlug der Blitz in den Turm. Die Visitatoren von 1764 drangen darauf, dass der Schaden beseitigt werde. Als Titel geben sie "Conversio s. Pauli" an.